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Bemerkungen/Opmerkingen

Oktober 2006

Keine Fenster

Zu Achim Lockes Landschaft-Fluchten, ausgestellt in der Galerie Herold Bremen, Oktober 2006 (1)

Achim Locke: Landschafts-Fluchten

In seinen neuen Arbeiten nähert sich Achim Locke oberflächlich der Darstellung der Wirklichkeit. Das eigenartige Querformat erinnert an die Panoramafotos der späten 1980er Jahre, die wohl als letzte Zuckung der analogen Fotografie in die Geschichte eingehen werden. Aber während diese Fotos ihre Motive weit weg in die Tiefe des perspektivischen Raumes platzierten, ist die Entfernung bei Locke viel geringer: eher Zoom als Panorama.

Das Format verbindet 60 Motive, aber bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass es Teil einer Strategie ist, sich der Wirklichkeit zu nähern, gleichzeitig aber auf klarer Distanz zu bleiben. In Lockes Reihe Landschaft-Fluchten verbergen sich zwei Negationen, die wohl als Garanten der Distanz interpretiert werden dürfen, und die direkt mit der Geschichte und dem Zustand der Malerei verbunden werden können.

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