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Bemerkungen/Opmerkingen

Oktober 2006

Keine Fenster

Zu Achim Lockes Landschaft-Fluchten, ausgestellt in der Galerie Herold Bremen, Oktober 2006

Achim Locke: Landschafts-Fluchten

Der Betrachter der Landschaft-Fluchten bleibt an der Oberfläche und wird dort mit der zweiten Negation konfrontiert: Diese Malerei handelt nicht davon, wie gut der Künstler ist. Gemalte Unschärfe und Bewegung sind zeitgenössische Manierismen, mit denen die Maler die Aufmerksamkeit der Betrachter vom Bild zum Können (Handwerk) verschieben. Lockes Werke sind "einfach gemalt". Nichts mehr. Durch diese zweite Irritation hält er aber seine Betrachter beim einzelnen Bild.

Die beiden Strategien die Achim Locke einsetzt und die sich als Negationen beschreiben lassen, geben auch dem benutzten Format der Landschaft-Fluchten einen besonderen Sinn. Während traditionelle Bildformate die Suggestion des Fensters mit sich tragen und dadurch den Blick in eine Welt hinein evozieren, scheint es bei Locke ein Gleiten von links nach rechts zu sein.

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